Eingemachte Erinnerungen – eine neue Familientradition

Gestern schaukelte  mein Sohn auf der Schaukel in unserem alten Mirabellenbaum und erzeugte dabei einen wahren Schneesturm an weißen Blütenblättern. Für mich ein Versprechen auf eine üppige sommerliche Mirabellenernte. Das letzte Jahr war sehr mickrig gewesen, noch nicht mal zum einmal richtig Sattessen, geschweige denn zum Einmachen reichten die zwei handvoll Früchte. Aber dank der großen Ernte 2011, in der auch alle Nachbarn von uns überschüttet wurden mit saftig-süßen Mirabellen, habe ich in der Vorratskammer heute noch einige Gläser hausgemachte Konfitüre. Könnte man doch diese kleinen Augenblicke der Freude auch so konservieren, dachte ich, während Balthi mich kichernd mit Blütenschneeflocken bewarf! Warum auch nicht – Freude einmachen!?

Zu Hause suchte ich mir ein hübsches Einmachglas und beschriftete es „Freude 2013“. Beim gemeinsamen Abendessen stellte ich meiner Familie meine Idee vor. Jeden Abend beim gemeinsamen Abendessen überlegt jeder von uns, was an diesem Tag ein besonders freudiger Augenblick war. Ein Moment purer Lebensfreude. Diese  kleinen Freuden werden mit Datum auf bunte Notizzettel aufgeschrieben und in das Einmachglas gelegt. Schon hat man eingemachte Freude!
Das Freudenglas wird zum Jahreswechsel, Geburtstagen oder auch an Tagen, an denen man etwas Aufmunterung braucht, aufgemacht. Dann fischt  man sich den einen oder anderen Zettel heraus und genießt die Lebensfreude und merkt mal wieder, dass Freude auch in den ganz kleinen Dingen des Alltags verborgen sein kann. Man muss sie nur zulassen!

Ich bin gespannt ob mein Glas Platz genug hat für all die vielen kleinen Freuden unserer Familie, zum Glück habe ich vom letzten Jahr noch viele Einmachgläser übrig!

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